More than just thai kitchen

Culture & Traditions

Da Thailand die Hälfte meiner Person ausmacht, genieße ich nicht nur die thailändische Küche sondern erlebe auch die thailändischen Traditionen und die Kultur mit! Dazu gehören zum Beispiel die Ordination, wie Man(n) zum Mönch wird oder auch Sportarten wie das Muay Thai.

 

 Hierzu möchte Ich dir einen kleinen Einblick geben. Für mehr thai Content besuche doch gerne meine instagram Seite @Angie_Thai_Kitchen 

Da poste Ich immer Aktuelle Feste, Ereignisse und gebe Einblicke in die Kultur.

Vom Mann zum Mönch. Die Ordination

Noch vor dem 30. Lebensjahr treten viele junge Männer in den Tempel ein und leben eine gewisse Zeit als Mönch. 

(Prinzipiell darf jede*r Geschlechts unabhängig Mönch werden.) 

Ich durfte dabei sein wie mein Cousin nun dieser Tradition folgt und versuche in Kurzfassung alles zu erklären. (Der Ablauf kann sich von Region zu Region und Tempel zu Tempel unterscheiden🙃)

Am 1. Tag werden von Angehörigen und Mönchen die Haare entfernt. Ja auch die Augenbrauen!

Der Kopf wir mit einer Paste eingerieben und die Haare werden in einem Seerosenblatt ins Wasser gelassen.

Anschließend hält ein Priester Gebete im Elternhaus ab. Hier wünschen Angehörige dem  Mönchsanwärter Dinge wie Glück und Gesundheit auf seinem Weg und binden Ihm dabei Armbänder um. 

Zum Abschluss des Tages wird natürlich gegessen und gefeiert!

Am 2. Tag finden sich alle am Tempel zusammen und der Mönchsanwärter wird in tanzender Begleitung drei mal um den Tempel getragen. 

Bevor er in den Tempel geht wirft er Münzen in die Menge.

Jetzt erbittet der Anwärter Eintritt in den Tempel und ihm werden Fragen gestellt welche er richtig beantworten muss.  

Mein Cousin hatte alles richtig beantwortet und wurde in den Orden aufgenommen! Er bekommt nun seinen Almosen Topf und es wird von allen auch etwas in den Topf gespendet.

Am 3. Tag kommen die Mönche zum Haus der Familie und sprechen da nochmal ihren Segen aus.  

Alle Angehörigen bringen Spenden in Form von Essen mit und es wird zusammen Gefrühstückt.

Das Wars!

Muay Thai

Das Muay Thai entwickelte sich über Jahrhunderte aus traditionellen Kampfkünsten Thailands. Wenn Schwert und Speer unbrauchbar wurden, benutzte der Krieger seine Beine, Fäuste und Ellbogen zum Kämpfen. Die traditionelle Art wird Muay Thai Boran genannt (Boran = traditionell, alt; Wortanleihe aus der Pali-Sprache).

Natürlich habe ich auch schon ein paar Tage in einem Muay Thai Camp verbracht. Ich kann nur sagen, es ist unglaublich anstrengend!!! 


Stilistisch kämpft man im Muay Thai mit Ellenbogen- sowie Knietechniken und Clinchen. Am bekanntesten ist wohl der Kick mit dem Schienbein. Das war auch definitiv die anstrengendste Übung! Ansonsten hat sich der Tagesablauf so gestaltet, dass man Morgens um 4 zum Joggen aufgestanden ist. Gefolgt von einem Krafttraining mit Hanteln und Geräten. Nach der Frühstückspause begann das richtige Muay Thai Training wobei wir Kicks und Schlagtechniken übten. Ab Mittags war es kaum noch möglich zu trainieren aufgrund der Hitze 😀 Deshalb steht man auch so früh auf!


Ich hab mir dann noch ein paar ganz Spezielle Techniken zeigen lassen 🙂 Und zwar die Technik des Wai Kru! Wai Kru sind tanzende Bewegungen vor dem Muay welche man vor dem Kampf zu ehren seines Lehrers macht. ( Wai Kru = Den Lehrer ehren ) Heutzutage hat jeder Lehrer seinen eigenen Stil Wai Kru zu tanzen. Dennoch ist es ein Essenzieller Bestandteil des Muay Thai. Es dient unteranderem auch zum aufwärmen und Dehnen.

In der Vergangenheit hatte Wai Kru sogar noch mehr Bedeutungen. Man erkundete so wohl die Gegend, spähte den Feind aus und heiligte den Boden auf dem man Kämpfte.


Ein Video von einem der bekanntesten Muay Thai Boxer Buakaw Banchamek verlinke Ich euch! 


Songkran das thailändische Silvester

Das neue Jahr wird in Thailand gleich zweimal gefeiert:  am 1. Januar und vom 13.- 15. April. An Songkran, dem traditionellen Neujahrsfest, finden im ganzen Land wilde Wasserschlachten statt. 

Das dreitägige Neujahrsfest ist, wie auch Silvester, ein Übergangsritual vom alten ins neue Jahr. Songkran bedeutet so viel wie Übergang oder auch voranschreiten. Das Wasserspritzen stellt die symbolische Reinigung des alten Jahres dar, Unglück und Sorgen werden fort gewaschen und das neue Jahr wird begrüßt. Die meisten Thailänder nutzen die Feiertage um Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.


Traditionell wird an Songkran den älteren Familienmitgliedern, wie den Eltern und Großeltern, Respekt bekundet. Dabei wird parfümiertes Wasser als Zeichen von Liebe und Dankbarkeit  in die Hände gegossen, auch Geschenke werden überreicht. Im Gegenzug dafür wünschen die älteren Familienmitglieder Glück und sprechen den Jüngeren ihren Segen aus. 

Am letzten Tag des alten Jahres, Maha Songkran, stehen verschiedene Besorgungen für die Thailänder an. Neben den Vorbereitungen für die nächsten zwei Feiertage, gehört auch die Reinigung des Hauses dazu. Der zweite Feiertag, Wan Nao, ist der Familientag und dient der Zubereitung der Speisen für die buddhistischen Zeremonien am nächsten Tag.

Am Morgen des ersten Tages im neuen Jahr, Wan Thaloeng Sok, legen die Thais neue Kleider an und begeben sich mit dem vorbereiteten Essen in die Tempel. Die Mönche erhalten Spenden in Form von Obst, Getränken und Reis.

Im Tempel begießen die Gläubigen die Buddhafiguren ebenfalls mit parfümiertem Wasser um sie zu reinigen. In den Innenhöfen der Tempel werden oft so genannte Chedis aufgebaut, das sind kleine, spitz-zulaufende Türme aus Sand, bunt geschmückt mit Blumen.

Was ehemals ein rituelles Fest zur Begrüßung des neuen Jahres war, hat sich heutzutage zu einem wahren Festival entwickelt. Es wird nicht länger nur Wasser gegossen, sondern regelrecht geschüttet (aus Eimern) und gespritzt. Die Menschenmassen auf Thailands Straßen bleiben an diesen Tagen nicht trocken. Mit Wasserpistolen, Eimern und Schüsseln wird jeder begossen, der sich auf die Straße wagt. Eine wilde Wasserschlacht, zu der jeder herzlich eingeladen ist. Thailänder und Touristen feiern ausgelassen zusammen. Auch ist es üblich sich gegenseitig Babypuder ins Gesicht zu schmieren, der aber schnell wieder abgewaschen ist.

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